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Steckbrief
Geb. 12. März 1969
Geburtsort Graz, Steiermark, Österreich
Beruf Kameramann / Cinematographer
Nationalität Österreichisch
Epoche 1992–heute

Thomas Kürzl (* 12. März 1969 in Graz) ist ein österreichischer Kameramann (Director of Photography, DOP) mit Wohnsitz in Klosterneuburg bei Wien. Er zählt zu den vielseitigsten Bildgestaltern der österreichischen Film- und Werbeszene und ist seit den frühen 1990er Jahren aktiv.

 

Biografie

 

Thomas Kürzl wurde am 12. März 1969 in Graz geboren. Er wuchs in Ligist (Volksschule) und Köflach (Realgymnasium) auf und maturierte 1987. Nach einem kurzen Miliz-Dienst in Wiener Neustadt studierte er von 1988 bis 1992 Sport und Wirtschaft (Physical Education and Economics) an der Universität Wien. Parallel dazu erwachte seine Leidenschaft für Fotografie bereits im Alter von 12 Jahren, als er stundenlang in seiner eigenen Dunkelkammer arbeitete.

1992/93 absolvierte er den Kameraassistentenlehrgang an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Wien. Seinen ersten Auftrag erhielt er 1992 vom Landesstudio Steiermark für die Musiksendung “Klingendes Österreich”. 1993 folgten mehrere Dokumentarfilme auf 16mm für die ORF-Reihe “Universum”. Ab 1994 arbeitete er als Kameraassistent für Musikvideos und Werbefilme, ab 1996 als eigenständiger Kameramann in Wien.

Seit 1997 hat Kürzl rund 500 Werbefilme und Musikvideos für internationale Produktionsfirmen wie Markenfilm, Neue Sentimental Film, Soup Film und Fish.at fotografiert. Zu seinen Werbekunden zählen Volvo, Toyota, McDonald’s, MasterCard, Nintendo, Siemens, Allianz, Mazda und viele weitere internationale Marken.

Sein erster großer Spielfilmerfolg war “Trautmann” (2000), für den er in Wien und Budapest drehte und den begehrten österreichischen Fernsehpreis **ROMY** als bester österreichischer Kameramann erhielt. Es folgten “MA 2412” (2003), “Viertelliterklasse” (2004, Regie: Roland Düringer/Florian Kehrer) und die Harald Sicheritz-Produktionen “Mutig in die neuen Zeiten” (2006–2008) und “Gipfelzipfler” (2009).

International bekannt wurde er durch den 3D-Dokumentarfilm “TT3D: Closer to the Edge” (2011, Regie: Richard De Aragues) über das Isle of Man TT-Motorradrennen, der bis heute auf IMDb eine Bewertung von 7.9 hält. Für die Kamera unternahm Kürzl dafür u. a. Unterwasseraufnahmen – er besitzt einen PADI-Tauchschein und einen Fallschirmspringer-Schein, die beide für abenteuerliche Kameraperspektiven eingesetzt wurden.

Im Fernsehbereich fotografierte er u. a. „Copstories“ (ORF, 2013), „Spuren des Bösen“ (2017/18), „Gestüt Hochstetten“ (2017) und „Tatort: Die Amme“ (2020).

Zuletzt war er tätig für „Hades – Eine (fast) wahre Geschichte aus der Unterwelt“ (2023), „Broll + Baroni – Für immer tot“ (2022), „Eigentlich sollten wir…“ (2024, Regie: Harald Sicheritz) und „Tatort – Der Elektriker“ (2025).
Kürzl ist über seine Website doptom.com und die Produktionsfirma LAFC verfügbar. Er lebt mit seiner Frau und Tochter in Klosterneuburg, Niederösterreich.

Filmografie (Auswahl)

  • Spielfilme & TV-Produktionen
  • Werbefilme & Musikvideos (Auswahl) ▶ Spielfilme & Fernsehproduktionen
    • Trautmann (2000) – Spielfilm, Wien & Budapest, ROMY-Gewinner als bester österr. Kameramann
    • Sold out (2002) – Dokumentarfilm, Ghana
    • MA 2412 – Die Staatsdiener (2003) – Spielfilm
    • Viertelliterklasse (2004) – Regie: Roland Düringer/Florian Kehrer
    • Mutig in die neuen Zeiten (2006–2008) – Fernsehserie, Regie: Harald Sicheritz
    • Gipfelzipfler (2009) – Sitcom (10 x 24 Min.), Regie: Harald Sicheritz
    • TT3D: Closer to the Edge (2011) – 3D-Dokumentarfilm, Regie: Richard De Aragues; IMDb 7.9
    • Tatort – Abgründe (2013) – Regie: Harald Sicheritz
    • Copstories (2013) – ORF-Serie, 5 Folgen
    • Baum-schlager (2017)
    • Gestüt Hochstetten (2017) – Regie: Andreas Herzog
    • Spuren des Bösen – Wut (2018) – Regie: Andreas Prochaska
    • Dead End (2019)
    • Tatort – Die Amme (2020) – Regie: Christopher Schier
    • SOKO Linz (2022) – 4 Folgen
    • Rammstein: Dicke Titten (2022) – Musikvideo
    • Broll + Baroni – Für immer tot (2022) – Fernsehfilm, Regie: Harald Sicheritz
    • Hades – Eine (fast) wahre Geschichte aus der Unterwelt (2023)
    • Eigentlich sollten wir… (2024) – Regie: Harald Sicheritz
    • Salzburger Festspieltalk mit Philipp Hochmair (2025)
    • Tatort – Der Elektriker (2025) – Regie: Harald Sicheritz

    ▶ Auszeichnungen
    • ROMY 2000 – Bester österreichischer Kameramann (für “Trautmann”)
    • Cannes Lions 2007 – Silver Lion, Automotive (smart “Backseat”)
    • New York Festivals 2007 – Silver World Medal, Cinematography (smart “Backseat”)
    • ADC Europe 2007 – Gold, Cinema Commercial (smart “Backseat”)
    • Klappe 2007 – Winner Automotive (smart “Backseat”)
    • LIAA 2008 – Finalist Cinema Commercials (Dacia “Revolution”)
    • Cannes Lions 2008 – Shortlist (Dacia “Revolution”)