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Steckbrief
Geboren 4. April 1904, Wien
Gestorben Um 10. September 1942, KZ Auschwitz
Beruf Kameramann
Nationalität Österreichisch
Epoche 1923–1942
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Ernst Mühlrad war ein österreichischer Kameramann, der von 1923 bis 1942 tätig war. Er wurde 1942 im KZ Auschwitz ermordet und gehört zu den Opfern des Holocaust.


Biografie

Ernst Mühlrad wurde am 4. April 1904 in Wien geboren. Bereits im Alter von 19 Jahren begann er seine Karriere als Kameramann im Stummfilm und fotografierte 1923 alleinverantwortlich den Streifen Moderne Laster.

Ab Ende 1932 arbeitete Mühlrad regelmäßig als Chefkameramann in der österreichischen und deutschen Filmproduktion der Zwischenkriegszeit. Er war unter anderem für die in Österreich entstandene französische Produktion L’enfant du Danube (1933) verantwortlich.

Als Jude war Ernst Mühlrad bereits vor 1938 nur noch an Filmen tätig, die in Deutschland nicht mehr verliehen werden konnten. Dazu gehörte die Anzengruber-Verfilmung Der Pfarrer von Kirchfeld (1937), die zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 musste Ernst Mühlrad sofort fliehen und emigrierte ins Exil. In den folgenden Jahren fand er Beschäftigung in Belgien, wo er exklusiv die Inszenierungen von Jan Vanderheyden fotografierte, und in Italien, wo er für zwei Arbeiten des österreichischen Regie-Emigranten Max Neufeld hinter der Kamera stand.

Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Brüssel geriet Mühlrad in deutsche Hände und wurde ins Sammellager Drancy verbracht. Am 7. September 1942 erfolgte seine Deportation nach Auschwitz, wo er vermutlich unmittelbar nach seiner Ankunft um den 10. September 1942 ermordet wurde.

1949 erklärte das Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen Ernst Mühlrad offiziell für tot.

Filmografie (Auswahl)

Stummfilm-Ära
  • Moderne Laster (1923)
  • Was ist die Liebe…? (1924)
Tonfilm-Ära