© Wikimedia Commons – Public Domain / CC
| Steckbrief | |
| Geb. | 29. August 1912 |
| Gest. | 9. Oktober 2016 |
| Geburtsort | Wien, Österreich |
| Beruf | Kameramann / Cinematographer |
| Nationalität | Österreichisch |
| Epoche | Britisches Kino / Dokumentarfilm (1940er–1990er) |
| Auszeichnungen | BAFTA Special AwardBritish Society of Cinematographers Lifetime Achievement |
Wolfgang Suschitzky war ein österreichisch-britischer Kameramann und Fotograf, der nach seiner Flucht aus Wien im Jahr 1934 zu einem der bedeutendsten Vertreter des britischen Kinos wurde. Er lebte über 100 Jahre und hinterließ ein außergewöhnlich vielfältiges Lebenswerk.
Biografie
Wolfgang Suschitzky wurde 1912 als Sohn eines Wiener Buchhändlers und Verlegers geboren. Die liberale, kulturoffene Familie prägte seinen frühen Blick auf die Welt. Nach dem Aufstieg des Nationalsozialismus emigrierte er 1934 nach London, wo er zunächst als Fotograf arbeitete und für die britische Dokumentarfilmbewegung tätig wurde.
In den 1950er und 1960er Jahren etablierte er sich als gefragter Kameramann für Spielfilme, Dokumentationen und Fernsehserien. Sein bekanntestes Spielfilmwerk ist der Kultfilm “Get Carter” (1971) mit Michael Caine, für den er eine karg-expressive, realistische Bildsprache entwickelte. Ebenfalls bekannt ist seine Kameraarbeit für “Ring of Bright Water” (1969) und die BBC-Naturfilme.
Über Jahrzehnte dokumentierte er als Fotograf soziale und politische Themen in Wien und London. Suschitzky blieb bis ins hohe Alter künstlerisch aktiv und galt als lebendiges Bindeglied zwischen der Wiener Moderne und dem britischen Nachkriegskino. Er starb 2016 im Alter von 104 Jahren in London.
Filmografie (Auswahl)
- No Resting Place (1951), Regie: Paul Rotha
- Cat and Mouse (1958), Regie: Paul Rotha
- Ulysses (1967), Regie: Joseph Strick
- Ring of Bright Water (1969), Regie: Jack Couffer
- Get Carter (1971), Regie: Mike Hodges
- Doktor Popaul (1972), Regie: Claude Chabrol
- Falling in Love Again (1980), Regie: Steven Paul
- Zahlreiche BBC-Dokumentationen und Fernsehserien
Quellen
- Wikipedia: Wolfgang Suschitzky
- IMDb: Wolfgang Suschitzky
- The Guardian Nachruf (2016)
- Cinewolf Wikipedia: Liste der Kameraleute in Österreich
Teil der Serie: Österreichische Kameraleute | © CINEWOLF media productions
