Gustav Ucicky war ein österreichischer Kameramann und Regisseur, der als unehelicher Sohn des Malers Gustav Klimt in Wien zur Welt kam. Er begann seine Karriere als Kameramann bei der Sascha-Film und wurde später zu einem der profiliertesten deutschsprachigen Spielfilmregisseure der 1930er bis 1950er Jahre.
Biografie
Gustav Ucicky wurde 1899 als unehelicher Sohn des Jugendstilkünstlers Gustav Klimt in Wien geboren. Diese Herkunft blieb lange unbekannt und wurde erst posthum bestätigt. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf und fand seinen Weg zur Kamera über das frühe österreichische Filmwesen.
In den 1920er Jahren arbeitete er als Kameramann für die Sascha-Film-Gesellschaft, einem der bedeutendsten Wiener Filmstudios. Er drehte zahlreiche Stummfilme und erwarb dabei ein profundes technisches Können. Seine Kameraarbeit in dieser Phase zeigte bereits ein feines Gespür für Bildkomposition und Licht.
In den frühen 1930er Jahren wechselte Ucicky ins Regiefach und erzielte mit Filmen wie “Hokuspokus” (1930) und “Das Flötenkonzert von Sanssouci” (1930) schnell Erfolge. Während der NS-Zeit entstanden auch propagandistische Werke, was seinen Ruf nachhaltig belastete. Nach dem Krieg arbeitete er weiter als Regisseur in Österreich und Deutschland, konnte jedoch nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. Er starb 1961 in Hamburg.
Filmografie (Auswahl)
- Sodom und Gomorrha (1922), Kamera – Regie: Michael Kertész
- Der junge Medardus (1923), Kamera – Regie: Michael Kertész
- Die Sklavenkönigin (1924), Kamera – Regie: Michael Kertész
- Hokuspokus (1930), Regie: G. Ucicky
- Das Flötenkonzert von Sanssouci (1930), Regie: G. Ucicky
- York (1931), Regie: G. Ucicky
- Morgenrot (1933), Regie: G. Ucicky
- Heimkehr (1941), Regie: G. Ucicky
Quellen
- Wikipedia: Gustav Ucicky
- IMDb: Gustav Ucicky
- Filmportal.de – Deutsche Filmdatenbank
- Cinewolf Wikipedia: Liste der Kameraleute in Österreich
Teil der Serie: Österreichische Kameraleute | © CINEWOLF media productions
