Geb. 1901, Oesterreich
Gest. 1996
Beruf Director of Photography (DoP)
Epoche Hollywood / Film Noir
Nation. Oesterreich / USA
Awards Oscar Beste Kamera 1951 (An American in Paris)

John Alton (1901–1996) war ein Schattenpoet. In Oesterreich geboren, emigrierte er nach Hollywood, wo sein radikaler Einsatz von Low-Key-Beleuchtung, harten Schatten und extremen Kamerawinkeln zur visuellen Grammatik eines Genres wurde: dem Film Noir. Kein Kameramann hat den Look des amerikanischen Kriminalfilms vollstaendiger oder dauerhafter gepraegt.

Biografie

Altons Ansatz zur Kinematografie war revolutionaer in seiner Umarmung der Dunkelheit als narrative Kraft. Waehrend seine Zeitgenossen gleichmaessige Ausleuchtung anstrebten, bewaffnete Alton den Schatten – er schnitt Gesichter aus der Schwärze, liess Lichtstrahlen den Nebel durchdringen wie Anklagen. Sein Buch Painting with Light (1949) gilt als eines der wichtigsten Texte ueber Kinofotografie.

Alton arbeitete primaer bei Niedrigbudget-Studios mit Regisseur Anthony Mann und schuf eine Reihe von Filmen – T-Men (1947), Raw Deal (1948), He Walked by Night (1948) – die B-Movie-Genrefilme in dunkle visuelle Poesie verwandelten. Der Academy Award fuer An American in Paris (1951) krönte seine Karriere.


Ausgewaehlte Filmografie

  • T-Men (1947), Regie: Anthony Mann – Klassiker des Film Noir
  • Raw Deal (1948), Regie: Anthony Mann
  • He Walked by Night (1948), Regie: Alfred L. Werker
  • An American in Paris (1951), Regie: Vincente Minnelli – Oscar Beste Kamera
  • Elmer Gantry (1960), Regie: Richard Brooks

Quellen und Weiterfuehrende Links

Teil der Serie Austrian Cinematographers auf cinewolf.com · Quelle: Liste oesterreichischer Kameraleute (Cinewolf/Wikipedia) · Bilder: Wikimedia Commons, Public Domain / Creative Commons