Franz Planer (1894–1963) verkoerpert den Archetyp des oesterreichischen Emigranten-Kameramanns, der Hollywood mit europaeischer visueller Raffinesse bereicherte. Seine fuenf Academy Award-Nominierungen ueber zwei Jahrzehnte belegen einen Fotografen von seltener und bestaendiger Exzellenz.
Biografie
In Oesterreich geboren, baute Planer seinen frueher Ruf in der deutschen und oesterreichischen Filmindustrie auf, bevor er nach Hollywood emigrierte. Seine Faehigkeit, sowohl elegantes Schwarzweiss als auch warme Farbfotografie zu meistern, machte ihn fuer Produzenten genreuebergreifend unverzichtbar.
Planers Arbeit an Roman Holiday (1953) – teilweise vor Ort in Rom gedreht – demonstrierte seine Meisterschaft im Umgang mit natuerlichem Licht in staedtischer Umgebung und verlieh Audrey Hepburns Debüt eine leuchtende dokumentarische Authentizitaet. Fuenf Oscar-Nominierungen zeichnen seine Karriere aus.
Ausgewaehlte Filmografie
- Champion (1949), Regie: Mark Robson – Oscar-Nominierung Beste Kamera (S/W)
- Death of a Salesman (1951), Regie: Laslo Benedek – Oscar-Nominierung Beste Kamera (S/W)
- Roman Holiday (1953), Regie: William Wyler – Oscar-Nominierung Beste Kamera (S/W)
- The Nun’s Story (1959), Regie: Fred Zinnemann – Oscar-Nominierung Beste Kamera (Farbe)
- The Children’s Hour (Infam) (1961), Regie: William Wyler – Oscar-Nominierung Beste Kamera (S/W)
Quellen und Weiterfuehrende Links
Teil der Serie Austrian Cinematographers auf cinewolf.com · Quelle: Liste oesterreichischer Kameraleute (Cinewolf/Wikipedia) · Bilder: Wikimedia Commons, Public Domain / Creative Commons
