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Steckbrief
Geb. 1969
Geburtsort Österreich
Beruf Kameramann / Cinematographer
Nationalität Österreichisch
Epoche Zeitgenössisch (seit 1990er)
Auszeichnungen Diagonale-Preis Bildgestaltung 2010 (Revanche)Diagonale-Preis Bildgestaltung 2023 (Corsage)Österreichischer Filmpreis – Nominierungen

Martin Gschlacht ist einer der bedeutendsten österreichischen Kameramänner der Gegenwart. Er wurde für die Kameraarbeit an “Revanche” (2008, Regie: Götz Spielmann) weltweit bekannt – der Film erhielt eine Oscar-Nominierung als bester fremdsprachiger Film. Über zwei Jahrzehnte später holte er für “Corsage” (2022) erneut den Diagonale-Preis.

Biografie

Martin Gschlacht hat sich seit den 1990er Jahren als einer der produktivsten und stilistisch eigenständigsten Kameramänner Österreichs etabliert. Sein Werk umfasst Spielfilme, Dokumentationen und Kooperationen mit den wichtigsten österreichischen Filmemacherinnen und Filmemachern.

Den internationalen Durchbruch erzielte er mit “Revanche” (2008), einem intensiven Thriller von Götz Spielmann. Gschlachts Kameraarbeit – ruhige, präzise Einstellungen, gedämpfte Natürlichkeit des Lichts, Pausen, die den Raum atmen lassen – trug maßgeblich zur Nominierung des Films für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film bei. In Österreich gewann er dafür den Diagonale-Preis 2010.

Mit “Corsage” (2022, Regie: Marie Kreutzer) über Kaiserin Elisabeth I. gelang ihm erneut ein internationaler Coup: Der Film lief in Cannes und gewann zahlreiche internationale Preise. Gschlacht erhielt dafür 2023 zum zweiten Mal den Diagonale-Preis Bildgestaltung – eine seltene Auszeichnung, die seine kontinuierliche Meisterschaft belegt. Er gilt als einer der wichtigsten aktiven Kameramänner des europäischen Arthouse-Kinos.

Filmografie (Auswahl)

  • Antares (2004), Regie: Götz Spielmann
  • Revanche (2008), Regie: Götz Spielmann – Oscar-nom., Diagonale-Preis 2010
  • Schlafkrankheit (2011), Regie: Ulrich Köhler
  • Paradies: Liebe (2012), Regie: Ulrich Seidl (Co-Kamera)
  • Faust (2011, Co-Kamera)
  • Die Mitte der Welt (2016), Regie: Jakob M. Erwa
  • Corsage (2022), Regie: Marie Kreutzer – Diagonale-Preis 2023
  • Zahlreiche österreichische Kurzfilme und Dokumentationen