Am 15. Dezember 2023 bietet ORF 1 ein ganz besonderes Highlight: den neuesten „Kabarettgipfel“, der die herausragendsten Talente der deutschsprachigen Kleinkunstszene versammelt.
Unter dem Motto „Essen und Trinken“ präsentieren die österreichischen Kabarettgrößen Gery Seidl, Gernot Kulis und Malarina zusammen mit ihren deutschen Kollegen Guido Cantz und Martin Frank ihre besten Witze und Anekdoten um 20.15 Uhr. Diese amüsante Zusammenkunft wird von der All-Female-Formation „KGB – Die Kabarettgipfelband“ musikalisch begleitet.

Gernot Kulis eröffnet sein Solo mit einer humorvollen Einleitung über Traditionen, wobei er insbesondere auf österreichische und deutsche Eigenheiten eingeht. Sein Hauptaugenmerk liegt auf dem Thema Handwerk und Heimwerken, wobei er zugibt, selbst handwerklich ungeschickt zu sein.
Er erzählt amüsante Anekdoten über seine missglückten Versuche, handwerkliche Aufgaben zu bewältigen, darunter das Zusammenbauen von Möbeln und seine Abenteuer im Baumarkt. Besonders seine Verwirrung über ein verpacktes Stanleymesser und seine komischen Interaktionen mit den Verkäufern im Baumarkt sorgen für Unterhaltung.
Die Höhepunkte seines Auftritts sind seine skurrilen Begegnungen im Baumarkt, darunter die erfolglose Suche nach Hilfe und seine humorvolle Durchsage, um einen Mitarbeiter zu finden.
Martin Frank unterstreicht die Wichtigkeit von Traditionen, bricht aber gleichzeitig humorvoll mit ihnen. Er gesteht, dass er als Bayer kein Bier mag, was zu amüsanten Reaktionen seiner Familie führt. Sein Vater ist schockiert und wirft ihm sogar vor, in München "infiziert" worden zu sein.
Er betont die Rolle von Bier als Teil der bayerischen Kultur, indem er eine Anekdote über seinen Großonkel erzählt, der morgens seine Herztabletten mit Bier nahm. Und er zeigt auf humorvolle Weise, wie Touristen auf dem Bauernhof seiner Familie oft über die landwirtschaftlichen Traditionen staunen.
Schließlich beschreibt er eine komische Situation mit einer Besucherin namens Brigitte, die schockiert über den Tod eines Huhns ist und Fragen zur Beerdigung stellt. Diese Episode inspiriert ihn, Hühnerbeerdigungen als Geschäft anzubieten, was zu einem humorvollen Ende führt.
Gery Seidl erzählt von seinen Erfahrungen als Bauleiter im Kleingarten, wo er lernte, dass es drei wichtige Regeln gibt: Mittagsruhe, unantastbare Parkplätze und die Macht des Kleingartenobmanns. Als er ohne dieses Wissen eine Baustelle startet, wird er schnell mit den Kleingarten-Gesetzen konfrontiert.
Seine skurrile Begegnung mit dem Kleingartenobmann, einem eigenwilligen Charakter mit einer echten Rolex aus Bangkok, ist brilliant lustig. Als die Postbotin auftaucht, verwandelt sich der Obmann in einen Schmusebären. Doch plötzlich gerät die Situation außer Kontrolle, als ein Missgeschick passiert und der Obmann unter einer Baggerschaufel landet.
Panisch überlegt Seidl, was zu tun ist, erinnert sich an Erste-Hilfe-Tipps, aber nichts scheint zu passen. Schließlich schlägt sein Mitarbeiter vor, Mund-zu-Mund-Beatmung zu versuchen - doch bei einem Mundgeruch wie dem des Obmanns scheint das keine Option zu sein. Am Ende bleibt die Frage: Wer ist der Mörder - Seidl, sein Mitarbeiter oder die vielen Kalbsschnitzel? Und jemand muss es der Frau des Obmanns beibringen - eine Aufgabe, die früher schon zu komischen Verwicklungen geführt hat.
Malarina betrachtet die Herausforderungen des Arbeitsmarktes in Branchen wie Gastronomie, Hotellerie und Pflege sehr humorvoll. Traditionell werden Menschen vom Balkan für diese Jobs angeworben, was mit einer gewissen Ironie betrachtet wird, da die dortige work-life balance oft vernachlässigt wird.
Sie erzählt die Geschichte ihrer Großmutter, die ins Zillertal auswanderte und mit den sprachlichen und kulturellen Barrieren zu kämpfen hatte. Das Zillertal ist ein abgelegenes Gebiet in den Alpen und die dortige Tradition und Kultur sind für Außenstehende oft rätselhaft.
Die Saisonarbeit in einem Zillertaler Hotel kann schon ganz lustig sein, wobei Malarina auf die mangelnde Unterstützung für Gastarbeiter hinweist und einige skurrile Begebenheiten schildert, wie die Konfrontation mit dem Krampus ohne Kontext.
Dann wechselt sie zu einem Besuch auf dem Zentralfriedhof und beobachtet eine österreichische Beerdigung, die sie mit den serbischen Bestattungstraditionen vergleicht. Sie erzählt von der Bedeutung der Kerze für Sterbende und wie Serben ihre Verstorbenen mit wichtigen Gegenständen für die Reise ins Jenseits ausstatten.
Schließlich teilt sie die Geschichte eines serbischen Jungen, der seinem verstorbenen Großvater das Handy aus dem Sarg stiehlt, um seinem Vater eine SMS aus dem Jenseits zu schicken. Diese Anekdote unterstreicht auf humorvolle Weise die skurrilen Seiten der serbischen Kultur und den Umgang mit dem Tod.
Guido Cantz nimmt die Wiener Traditionen aufs Korn, wie die Fiaker-Rundfahrten und die teuren Kaffeehausbesuche, und macht dabei amüsante Beobachtungen über das touristische Marketing und die Preise in Wien.
Cantz teilt einige Familientraditionen, darunter ausgefallene Urlaubspläne und die Freude am Feiern, wobei er humorvoll auf verschiedene Feiertage und die Bedeutung von Traditionen eingeht.
Er erzählt auch persönliche Anekdoten, die seinen Humor und seine Selbstironie zeigen, wie das Erlebnis beim Zahnarzt, als er herausfindet, dass sein ehemaliger Klassenkamerad nun sein Zahnarzt ist.
Cantz unterhält das Publikum mit einem Mix aus Beobachtungen über Traditionen, Familienleben und persönlichen Anekdoten, die mit viel Humor und Selbstironie präsentiert werden.

