Ausschnitte aus dem Film Opernball (1998) von Urs Egger.
Hier sieht man speziell die von us gebaute Videotechnik, die aus Platzgründen nicht in einem Original-Ü-Wagen stattfinden konnten und daher im Studio nachgebaut wurden.

Opernball ist ein österreichischer Politthriller aus dem Jahr 1998, der in zwei Teilen mit den Titeln “Opernball – 1: Die Opfer” und “Opernball – 2: Die Täter” ausgestrahlt wird. Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen Roman von Josef Haslinger. Die Erstausstrahlung erfolgte am 15. März 1998 im ORF.

Der Opernball, der jährliche gesellschaftliche Höhepunkt für die Elite in Wien, findet in der Wiener Staatsoper statt. Vor dem Eingang gibt es eine Demonstration von antikapitalistischen Aktivisten. Dieses Jahr ist die Menge besonders aufgebracht, und die Polizei hat Mühe, sie unter Kontrolle zu halten. Kurt Frazer, ein Sendeleiter für eine französische Fernsehgesellschaft, unterbricht die Übertragung, um von den Protesten zu berichten. Die Demonstration eskaliert, es kommt zu Ausschreitungen und die Menge stürmt die Opernpassage. Dabei werden Molotow-Cocktails geworfen und es gibt zahlreiche Verletzte. Sogar Gabrielle Becker, eine Reporterin, gerät fast zwischen die Fronten.

Während die Polizei mit den Ausschreitungen beschäftigt ist, nähert sich eine vermummte Gruppe durch Kanal- und Lüftungsschächte der Zentrallüftungsanlage der Staatsoper. In der Oper bricht plötzlich kollektives Husten aus, das Publikum gerät in Panik und viele sterben aufgrund des Giftgasangriffs. Die Polizei gibt bekannt, dass über 3.000 Menschen durch Blausäure getötet wurden und die Täter bereits tot aufgefunden wurden. Kurt Frazer, der bei dem Anschlag seinen Sohn verloren hat, beschließt, die Hintergründe aufzudecken.

Kurt Frazer entdeckt eine Verschwörungsgruppe namens Die Volkstreuen, die aus neonazistischen Motiven handelt. Ihr Anführer, ein rassistischer Mormone, plant ein rassenreines Land. Frazer kommt ihnen auf die Spur und trifft das letzte lebende Mitglied der Organisation auf Mallorca. Der Ingenieur erzählt Frazer die Hintergründe auf Tonband. Es stellt sich heraus, dass ein hochrangiges Mitglied der Wiener Polizei von den Plänen wusste und die Gefahr unterschätzte. Der Ingenieur ist der einzige Überlebende, weil der Anführer ihn als neuen Auserwählten auserkoren hatte. Der Ingenieur wird jedoch von der Last überwältigt und schießt zuerst auf Kurt Frazer und dann auf sich selbst.

Es wird deutlich, dass der hochrangige Polizeioffizier die Aktivitäten der Volkstreuen duldete, um den staatlichen Sicherheitsapparat zu stärken. Bei Frazers Rückkehr nach Wien wird er verhaftet, aber die belastenden Tonbänder werden ihm nicht abgenommen. Stattdessen gibt der Polizeioffizier ihm die falschen Bänder und lässt ihn gehen. Frazer übergibt die richtigen Bänder seiner jungen Kollegin und ermutigt sie, sich als Journalistin zu behaupten. Er selbst erhält Aufenthaltsverbot für Österreich und plant, ein neues Leben in Rom zu beginnen.