Die Grundsteinlegung für das MedAustron-Projekt wurde durchgeführt, um ein Zentrum für Krebsforschung und Krebsbehandlung zu errichten.
Der Landeshauptmann von Niederösterreich, Dr. Erwin Pröll, betrachtete dies als ein Signal des Erfolgs, der Hoffnung und der Zukunft. MedAustron passt in die Strategie des Landes, da es weltweit führendes Know-how nach Niederösterreich bringt. Mit der Zusammenarbeit des CERN-Instituts wird auch ein starkes Signal für die Forschungs- und Wissenschaftsachse gesetzt.
MedAustron hilft den Menschen und stärkt den Standort, wodurch Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Zentrum wird eine Tumortherapie und Forschung mit Ionenstrahlen bieten und voraussichtlich bis 2015 rund 1.200 Patientinnen und Patienten pro Jahr behandeln können.
Nach der Grundsteinlegung wird nun mit Hochdruck an der Baustelle gearbeitet, um die Errichtung Ende des Jahres abzuschließen. Die technischen Einbauten sollen im kommenden Jahr beginnen und der Probebetrieb soll 2013 starten. Verdiente Persönlichkeiten wurden ebenfalls geehrt.
Freitag, 25. März 2011
MEDIZINTECHNIK: E-HEALTH
medianet-healtheconomy - Seite 35
Investition: Trotz Rechnungshofkritik und langen Debatten wurde der Grundstein für das Megaprojekt im Süden Wiens gelegt.
Medaustron wird gebaut – Land Niederösterreich investiert 200 Mio. € in Teilchenbeschleuniger zur Krebstherapie.
Von Michael Strausz
Das lange diskutierte Krebsforschungs- und Behandlungszentrum Medaustron in Wiener Neustadt ist mit der Grundsteinlegung von der Planungs- in die Umsetzungsphase gelangt. Im neuen Zentrum für Forschung und Therapie mit Ionenstrahlung zur Behandlung von Krebs sollen künftig 1.200 Patienten im Jahr behandelt und 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Investitionskosten betragen rund 200 Mio. €.
Noch heuer soll der Rohbau fertig sein. Im Jahr 2012 wird mit der technischen Einrichtung begonnen. „2013 wollen wir den ersten hier erzeugten Protonenstrahl feiern, 2015 sollen die ersten Patienten behandelt werden", umriss der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Schneeberger den Zeitplan.
Im Zentrum für Ionentherapie sollen Patienten mit Protonen oder Kohlenstoffionen behandelt werden. Das Kernstück ist der Teilchenbeschleuniger, in dem die Teilchen fast auf Lichtgeschwindigkeit gebracht werden, bevor sie in die Strahlzuführung und anschließend in die Bestrahlungsräume gelangen. Durch diese Behandlung kann das Gewebe, das vor dem Tumor liegt und das Gewebe hinter dem Zielbereich von der Strahlenbelastung verschont bleiben.
Das Land Niederösterreich ist die treibende Kraft hinter dem Projekt und übernahm mit einem einstimmigen Landtagsbeschluss eine 120-Mio.-€-Haftung für einen Großteil der Errichterfirma. Die Republik Österreich beteiligt sich an den Errichtungs- und Betriebskosten für die nicht-klinische Forschung, und die Stadt Wiener Neustadt stellte das Grundstück zur Verfügung und beteiligt sich ebenfalls zu einem kleinen Anteil an den Errichtungskosten.
Nach jahrelangen Diskussionen wird jetzt in Wiener Neustadt gebaut.


