
Auf den ersten Blick ist es ein Grätzel wie viele andere in Wien. Auf den zweiten Blick fallen sie auf, die Kinder aus der Leopoldsgasse, im zweiten Wiener Bezirk. Denn sie kommen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, gehören unterschiedlichen Religionen an, gehen in unterschiedliche Schulen und Gebetshäuser.

Die Sendung geht der Frage nach, inwieweit sich eine so multikulturelle Nachbarschaft, wie sie in der Leopoldsgasse vorhanden ist, im Zusammenleben der Kinder auswirkt. Im Vordergrund stehen dabei ihre Sichtweisen, ihre Wünsche und ihr Umgang mit eigener und fremder Kultur. Bei den Dreharbeiten zeigte sich, dass die islamische und die jüdische Religionsgemeinschaft des Grätzels sich nicht gerne über die Schulter blicken lassen: Interviews mit Kindern in der Moschee wurden von den Funktionären hinter der Kamera genau kontrolliert. Und mit dem Argument, jedes Zusammentreffen mit Andersgläubigen hätte die Juden bisher geschwächt, wurden Aufnahmen mit Kindern innerhalb der Talmud Thora-Schule von der Schulleitung untersagt. Trotz dieser Komplikationen: Dank der Mitwirkung vieler Kinder aus der Leopoldsgasse hat der Streifzug einen vielschichtigen Blick auf das Heranwachsen in diesem multikulturellen Stadtteil ergeben. Und weil Kinder eben Kinder sind, gibt es auch einiges zum Schmunzeln.
Hier der Trailer zur Sendung:
aus der Sendung: Heimat, fremde Heimat vom 4.9.2011
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